
Harvestehude an der Außenalster
Harvestehude liegt auf einem Geestrücken westlich der Außenalster, gut zwei Quadratkilometer für knapp 18.000 Menschen. Villen und herrschaftliche Wohnhäuser, die ab etwa 1870 entstanden, prägen den Stadtteil bis heute, denn zerstört wurde im Zweiten Weltkrieg vor allem der Westen um Grindelberg, Oberstraße, Brahmsallee und Hallerstraße. Wer hier verkauft, verkauft ein Stück dieser Substanz und nicht nur Quadratmeter.
Immobilien in Harvestehude
Harvestehude ist kein einheitlicher Teilmarkt, sondern ein Nebeneinander sehr verschiedener Adressen auf engem Raum. Am Harvestehuder Weg stehen die Slomanburg von 1848 und die drei Villen, die Martin Haller zwischen 1884 und 1899 in Neorenaissance-Formen für die Familien Budge, Beit und Behrens baute. Wenige hundert Meter westlich prägen die zwölf Grindelhochhäuser mit 2.122 Wohnungen das Bild, dazwischen liegen das Klosterland um Klosterstern und Innocentiapark, die Sophienterrasse und die langen Etagenhauszeilen an der Isestraße. Für einen Eigentümer heißt das: der Stadtteilname sagt wenig, die Straße, das Geschoss, die Deckenhöhe und der Zustand der Substanz sagen fast alles. Genau diese Unterschiede arbeiten wir heraus, bevor wir über einen Preis sprechen.
Wo in Harvestehude was gilt
Harvestehuder Weg und Alstervorland
Rund zwei Kilometer von der Alten Rabenstraße bis zum Klosterstern, mit dem 1953 zur Internationalen Gartenbauausstellung angelegten Alsterpark auf der Wasserseite und der Villenzeile auf der Geest: die Slomanburg von 1848, dazu Budge-Palais, Villa Beit und Villa Behrens in den Nummern 12 bis 15 und der Anglo-German Club in der Nummer 44. 26 Gebäude an dieser Straße stehen unter Denkmalschutz.
Sophienterrasse und Alsterkamp
Die Sophienterrasse wurde 1861 als Privatstraße angelegt und nach der Frau ihres Bauherrn benannt, aus den 1860er Jahren stammen unter anderem die Villa Sophia und die Häuser Nummer 7 bis 9. Auf dem Areal des früheren Generalkommandos entstanden zwischen 2012 und 2016 das Sophienpalais mit 105 Wohnungen sowie Stadthäuser und Stadtvillen, Fassade und Treppenhaus des Altbaus blieben aus Denkmalschutzgründen erhalten.
Klosterstern und das Klosterland
Der Klosterstern mit der Hauptkirche St. Nikolai, einer der fünf Hamburger Hauptkirchen, ist über die U1 direkt mit der Innenstadt verbunden, am Klosterstieg 17 liegt das Wilhelm-Gymnasium, ein altsprachliches Gymnasium mit Musikzweig. Die Straßennamen Jungfrauenthal, Nonnenstieg, Frauenthal und Klostergarten erinnern an das Nonnenkloster Herwardeshude, das hier von 1293 bis 1530 bestand und dem der Stadtteil seinen Namen verdankt.
Innocentiapark, Parkallee und Brahmsallee
Der knapp drei Hektar große Innocentiapark ist nach Londoner Vorbild als Square angelegt, die geschwungene Wiese in der Mitte gibt ihm seine Weite. Ringsum liegen die Innocentiastraße, benannt nach Papst Innozenz IV., die 975 Meter lange Parkallee und die Brahmsallee, die an Johannes Brahms erinnert.
Isestraße und Isebekkanal
Die Isestraße verläuft 1.400 Meter parallel zum Isebekkanal, der Harvestehude nach Norden begrenzt. Unter dem Hochbahnviadukt der U3 findet dienstags und freitags von 8.30 bis 14 Uhr der Isemarkt statt, auf 750 Metern einer der größten Wochenmärkte Deutschlands und seit 1949 an dieser Stelle. Die Lage zum Viadukt entscheidet hier spürbar über den Preis mit.
Grindelberg, Oberstraße und die Grindelhochhäuser
Der westliche Rand ist der Teil Harvestehudes, in dem nicht die Gründerzeit dominiert: zwischen Grindelberg, Hallerstraße, Brahmsallee und der auf einem Plateau verlaufenden Oberstraße stehen auf zehn Hektar Parkfläche die zwölf Grindelhochhäuser mit 2.122 Wohnungen, die ersten Wohnhochhäuser Deutschlands nach 1945, errichtet ab 1946 auf dem 1943 zerstörten Grindelviertel und seit 1979 denkmalgeschützt. In einem der Häuser sitzt das Bezirksamt Eimsbüttel, an der Hallerstraße liegt das Tennisstadion am Rothenbaum auf dem Gelände des Clubs an der Alster, der dort seit 1933 beheimatet ist.
Wie sich der Markt gerade verhält
Harvestehude gehört zu den einkommensstärksten Stadtteilen Hamburgs: je Steuerpflichtigem wurden 2020 im Schnitt 112.004 Euro versteuert, die Arbeitslosenquote liegt bei 4,1 Prozent gegenüber 6,2 Prozent in ganz Hamburg. Das Angebot ist dagegen eng begrenzt, weil der Bestand weitgehend geschützt ist: allein am Harvestehuder Weg stehen 26 Gebäude unter Denkmalschutz, und die städtebauliche Erhaltungsverordnung stellt Abbruch, Änderung und Nutzungsänderung unter Genehmigungsvorbehalt. Neubau entsteht deshalb fast nur durch Umnutzung, wie im Sophienpalais, wo zwischen 2012 und 2016 aus dem früheren Generalkommando 105 Wohnungen wurden. Für Eigentümer heißt das: die Nachfrage ist verlässlich, der Preis lässt sich aber nur an der einzelnen Adresse begründen, nicht am Stadtteilschnitt.
Was wir in Harvestehude verkaufen
Große Altbauwohnung im Klosterland
Stuck, Flügeltüren, hohe Räume und ein zweites Bad: gesucht vor allem zwischen Innocentiapark, Parkallee und Klosterstern, mit Aufzug deutlich leichter zu vermitteln als ohne.
Wohnung mit Alsterblick
Der freie Blick über das Wasser am Harvestehuder Weg und in den Querstraßen zum Alsterpark ist das Merkmal, für das in Harvestehude am ehesten ein Aufschlag bezahlt wird.
Villa oder Stadthaus
Die Villen und herrschaftlichen Wohnhäuser aus Historismus und Jugendstil, meist im Klosterland und an der Sophienterrasse, werden von Familien oft über Jahre gesucht.
Neubau und Erstbezug
Aufzug, Tiefgarage, Terrasse: Eigentümer, die aus dem eigenen Haus in eine wartungsarme Wohnung wechseln wollen, fragen fast nur danach, und das Angebot beschränkt sich auf wenige Projekte wie das Sophienpalais.
Zinshaus im Bestand
Gründerzeitliche Mehrfamilienhäuser an der Isestraße, der Brahmsallee und der Klosterallee werden von langfristig orientierten Hamburger Käufern gesucht, meist ohne öffentliche Vermarktung.
Immobilienverkauf in Harvestehude
Was ist meine Wohnung in Harvestehude wert?
Ein Stadtteilmittelwert hilft Ihnen hier kaum weiter, weil zwischen einer Etagenwohnung an der Isestraße und einer Beletage am Harvestehuder Weg Welten liegen. Entscheidend sind die Adresse, das Geschoss, Deckenhöhe und Grundriss, der Zustand von Dach, Leitungen und Fenstern und die Frage, ob es einen Aufzug gibt. Wir sehen uns das vor Ort an und begründen die Einschätzung mit Vergleichsfällen aus Harvestehude, nicht mit einem Durchschnitt für ganz Hamburg.
Was bedeutet die Erhaltungsverordnung für meinen Verkauf?
Für große Teile Harvestehudes gilt eine städtebauliche Erhaltungsverordnung, die auf den Hamburger Milieuschutzbericht von 1985/86 zurückgeht und den Baustufenplan Harvestehude-Rotherbaum ergänzt. Abbruch, Änderung und Nutzungsänderung baulicher Anlagen brauchen dort eine gesonderte Genehmigung nach Paragraf 172 Baugesetzbuch, auch dann, wenn das geltende Planrecht das Vorhaben eigentlich zulassen würde. Östlich von Mittelweg und Heilwigstraße ist zusätzlich ein Teil der Klosterlandbebauung einbezogen. Käufer, die umbauen oder ausbauen wollen, fragen früh danach, deshalb klären wir den Stand vorab und nicht mitten in der Verhandlung.
Kann ich in Harvestehude verkaufen, ohne dass es öffentlich wird?
Ja, und in den Villenlagen am Harvestehuder Weg, an der Sophienterrasse und im Klosterland ist das eher die Regel als die Ausnahme. Wir sprechen vorgemerkte Käufer direkt an, zeigen die Immobilie erst nach Prüfung der Bonität und veröffentlichen es nur, wenn Sie das ausdrücklich wollen. Nachbarn und Mieter erfahren davon nichts.
Was gilt für ein denkmalgeschütztes Haus am Harvestehuder Weg?
An dieser Straße allein stehen 26 Gebäude unter Denkmalschutz, vom Budge-Palais bis zur Slomanburg von 1848. Für den Verkauf heißt das: Veränderungen an Fassade, Fenstern und Dach sind abstimmungspflichtig, dafür ist die Substanz oft das eigentliche Verkaufsargument. Wir tragen die Unterlagen zum Schutzstatus vor der Vermarktung zusammen und sprechen gezielt Käufer an, die mit einem geschützten Bestand umgehen können und wollen.
Was ist Ihre Immobilie in Harvestehude wert?
Kostenfrei, unverbindlich und durch einen Makler, der die Lage kennt.