Immobilien­markt
Ratgeber Oktober 202614 Min. Lesezeit

Immobilien­markt Düsseldorf: Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven

Der Immobilien­markt in Düsseldorf bleibt für Eigentümer, Kaufinteressenten und Kapitalanleger ein wichtiges Thema. Doch wie entwickeln sich die Immobilienpreise in Düsseldorf? Welche Wohnlagen sind besonders gefragt? Und worauf sollten Eigentümer achten, wenn sie ihr Haus oder ihre Wohnung verkaufen möchten?

Inhalt · 13 Abschnitte
  1. 1.Marktentwicklung
  2. 2.Amtliche Zahlen 2026
  3. 3.Preise und Wertfaktoren
  4. 4.Interessante Stadtteile
  5. 5.Richtwerte nach Lage
  6. 6.Häuser und Wohnungen
  7. 7.Zinsen, Baukosten, Energie
  8. 8.Immobilie verkaufen
  9. 9.Immobilien­bewertung
  10. 10.Perspektiven
  11. 11.Fazit
  12. 12.Quellen
  13. 13.Häufige Fragen

Der Düsseldorfer Immobilien­markt hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Finanzierungsbedingungen, Baukosten, energetische Anforderungen und individuelle Wohnbedürfnisse beeinflussen die Kaufentscheidungen. Gleichzeitig bleibt Düsseldorf als Wirtschaftsstandort und Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens für viele Menschen ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort.

Für Eigentümer bedeutet das: Eine erfolgreiche Immobilienentscheidung beginnt mit einer realistischen Einschätzung des Marktes und der eigenen Immobilie. Die Abels Immobilien GmbH unterstützt dabei, wichtige Einflussfaktoren zu verstehen und fundierte Entscheidungen vorzubereiten.

Lagen, Preise und unser Angebot in Düsseldorf finden Sie auf unserer Standortseite.

Zur Standortseite Düsseldorf
01

Wie entwickelt sich der Immobilien­markt in Düsseldorf?

Die offiziellen Marktdaten zeigen, dass der Düsseldorfer Immobilien­markt 2025 wieder deutlich aktiver geworden ist. Nach Angaben des örtlichen Gutachterausschusses stieg die Zahl der Kaufverträge gegenüber dem Vorjahr um rund 15 Prozent auf knapp 4.700 Abschlüsse. Der gesamte Kaufpreisumsatz erhöhte sich ebenfalls um rund 15 Prozent auf etwa 3,9 Milliarden Euro.

Die Preisentwicklung verlief allerdings nicht in allen Marktsegmenten gleich. Während sich die Preise für unbebaute Grundstücke weitgehend stabil zeigten, entwickelten sich Häuser, Eigentums­wohnungen und Anlage­immobilien unterschiedlich.

Das ist für Eigentümer besonders wichtig: Ein allgemeiner Trend für den gesamten Immobilien­markt lässt sich nicht ohne Weiteres auf die eigene Immobilie übertragen.

Die offiziellen Auswertungen des Gutachterausschusses für 2025 bilden eine wichtige Grundlage für die Einordnung des Marktes im Jahr 2026. Aktuelle Entwicklungen sollten zusätzlich anhand der jeweils neuesten verfügbaren Marktberichte überprüft werden.

02

Düsseldorf 2026: die neuesten amtlichen Zahlen

Seitdem hat der Gutachterausschuss weitere Auswertungen veröffentlicht, zuletzt den Tertialbericht. Der Halbjahresbericht meldet für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2026 gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 rund 7 Prozent mehr Kauffälle und rund 24 Prozent mehr Umsatz. Im Tertialbericht für die Zeit vom 1. Januar bis 31. August 2026 liegt die Zahl der Transaktionen 6 Prozent über dem Vorjahreszeitraum; erfasst sind 3.074 Kauffälle mit einem Geldumsatz von rund 2,35 Milliarden Euro. Der Umsatzsprung im ersten Halbjahr geht laut Bericht vor allem auf zwei große Verkäufe unbebauter Grundstücke zurück.

In mehreren Teilmärkten hat sich die Richtung gegenüber 2025 umgekehrt. Nach dem Tertialbericht wurden Eigentums­wohnungen in Vorkriegsbauten von Januar bis August 2026 um rund 15 Prozent teurer, nachdem ihre Preise 2025 um 2,3 Prozent gesunken waren. Wohnungen in Nachkriegsbauten stiegen um rund 5 Prozent, Neubauwohnungen bewegen sich seitwärts. Freistehende Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften verteuerten sich um rund 5 Prozent, Reihenhäuser verbilligten sich um rund 5 Prozent. Bei Mehrfamilienhäusern und Anlage­immobilien, die 2025 um 3,5 Prozent zugelegt hatten, liegt der Preisrückgang bei rund 5 Prozent.

Die Werte für 2025 in diesem Ratgeber bleiben als Rückblick auf das Berichtsjahr richtig. Für die aktuelle Richtung der Preise gelten die Zahlen für 2026. Die Tendenzen nennt der Gutachterausschuss als gerundete Prozentwerte; Quelle der Tendenzen: Tertialbericht im Newsletter 04/2026 des Gutachterausschusses Düsseldorf (1. Januar bis 31. August 2026); die Zahlen zum ersten Halbjahr stehen im Halbjahresbericht 2026 (siehe Quellen am Ende, Stand: Oktober 2026).

03

Immobilienpreise Düsseldorf: Welche Faktoren bestimmen den Wert?

Wer sich für Immobilienpreise in Düsseldorf interessiert, sollte zwischen allgemeinen Orientierungswerten und dem tatsächlich erzielbaren Verkaufspreis unterscheiden.

Der Wert einer Immobilie wird insbesondere durch folgende Faktoren beeinflusst:

Lage

Stadtteil, Mikrolage, Verkehrsanbindung, Infrastruktur und Wohnumfeld.

Immobilienart

Eigentumswohnung, Reihenhaus, Doppelhaushälfte, freistehendes Einfamilien­haus oder Mehrfamilienhaus.

Baujahr und Zustand

Modernisierungs­stand, Bausubstanz und Instandhaltungsbedarf.

Energieeffizienz

Heizsystem, Dämmung, Fenster und energetischer Zustand.

Ausstattung

Grundriss, Balkon, Terrasse, Garten, Aufzug, Stellplatz oder Garage.

Grundstück

Größe, Zuschnitt, Bebauungsmöglichkeiten und rechtliche Rahmenbedingungen.

Marktsituation

Vergleichbare Verkaufsangebote, tatsächliche Kaufpreise und Finanzierungsmöglichkeiten der Interessenten.

Auch innerhalb desselben Stadtteils können erhebliche Wertunterschiede bestehen. Deshalb ist es sinnvoll, nicht ausschließlich auf Durchschnittspreise oder Online-Rechner zu vertrauen.

04

Welche Düsseldorfer Stadtteile sind für Immobilien interessant?

Düsseldorf bietet ein breites Spektrum an Wohnlagen. Die Nachfrage und die passenden Käufergruppen unterscheiden sich je nach Lage, Immobilientyp und Preisniveau.

Oberkassel und Niederkassel

Die linksrheinischen Stadtteile sind für ihre gewachsene Wohnstruktur, die Nähe zum Rhein und ihre gute Anbindung an die Innenstadt bekannt. Altbauwohnungen, hochwertige Eigentums­wohnungen und familiengeeignete Immobilien sprechen unterschiedliche Käufergruppen an.

Bei der Bewertung spielen unter anderem der konkrete Standort, der Zustand des Gebäudes und die Ausstattungsqualität eine Rolle.

Benrath und Urdenbach

Im Düsseldorfer Süden finden sich unterschiedliche Wohnformen von Eigentums­wohnungen bis zu Einfamilienhäusern. Grünflächen, gewachsene Wohngebiete und die jeweilige Verkehrsanbindung können bei Kaufentscheidungen relevant sein.

Für Eigentümer ist insbesondere die genaue Lage innerhalb des Stadtteils entscheidend.

Gerresheim und Grafenberg

Diese Stadtteile verbinden unterschiedliche Wohnquartiere mit Grünflächen und einer vergleichsweise vielfältigen Immobilienstruktur. Je nach Immobilie können Familien, Berufstätige und langfristig orientierte Käufer als Zielgruppen infrage kommen.

Pempelfort und Derendorf

Zentrale Lagen mit urbaner Infrastruktur sind insbesondere für Menschen interessant, die kurze Wege, öffentliche Verkehrsmittel und ein vielfältiges Umfeld schätzen. Bei Eigentums­wohnungen beeinflussen unter anderem Grundriss, Etage, Außenflächen und Gebäudestandard die Marktchancen.

Kaiserswerth und Wittlaer

Diese nördlichen Wohnlagen bieten unterschiedliche Immobilien in einem teilweise gehobenen Wohnumfeld. Bei Einfamilienhäusern und größeren Grundstücken können Grundstücksqualität, Privatsphäre, Bausubstanz und die individuelle Lage besonders wichtig sein.

Die genannten Stadtteile sind Beispiele und keine Rangliste der teuersten oder gefragtesten Wohnlagen. Welche Lage für eine Immobilie besonders vorteilhaft ist, hängt stets von der konkreten Immobilie und der aktuellen Nachfrage ab.

05

Immobilienrichtwerte in Düsseldorf nach Lage

Einen Durchschnittspreis je Stadtteil veröffentlicht der Gutachterausschuss nicht. Was es je Lage amtlich gibt, sind die Immobilienrichtwerte in BORIS.NRW. Sie gelten für eine genormte Musterimmobilie in einer Zone mit ähnlicher Lage und sind weder Durchschnittspreise noch Verkaufspreise. Die Musterimmobilie ist bei Wohnungen 60 bis 120 Quadratmeter groß, wird weiterverkauft, wurde in den letzten 20 Jahren umfangreich modernisiert, liegt in einem Haus mit mehr als sechs Wohnungen und hat keinen Stellplatz. Bei freistehenden Häusern sind es 110 bis 180 Quadratmeter Wohnfläche auf 350 bis 800 Quadratmeter Grundstück, bei Reihenmittelhäusern 90 bis 150 Quadratmeter Wohnfläche auf 150 bis 350 Quadratmeter Grundstück. Jede Zone hat ihr eigenes, für sie typisches Baujahr.

Typische Richtwerte nach Lageklasse

TeilmarktEinfache LagenMittlere bis gute LagenHochwertige Lagen
Ein- und Zweifamilienhäuser (€/m² Wohnfläche)4.300 bis 5.300 (Garath, Rath, Reisholz)5.500 bis 7.600 (Wittlaer, Bockum, Grafenberg, Unterbach)8.800 bis 13.000 (Stockum, Zooviertel, Niederkassel)
Eigentums­wohnungen (€/m² Wohnfläche)2.700 bis 4.300 (Garath, Rath, Reisholz, Lierenfeld)3.700 bis 5.500 (Flingern, Benrath, Mörsenbroich)5.400 bis 9.600 (Oberkassel, Altstadt)
Mehrfamilienhäuser (€/m² Wohnfläche)1.500 bis 2.4001.800 bis 3.5003.500 bis 6.500
Bodenrichtwerte für Ein- und Zweifamilienhaus-Grundstücke (€/m² Grundstück)720 bis 1.0501.100 bis 1.6501.650 bis 3.200

Quelle: Grundstücksmarktbericht 2026 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Düsseldorf, Seiten 19 und 20, Richtwerte zum Stichtag 1. Januar 2026. Stand: Oktober 2026. Die Lageklassen nennen typische Spannen mit Beispielen; die einzelnen Zonen können davon abweichen.

Immobilienrichtwerte in sechzehn Lagen

LageWohnung (€/m²)Freistehendes Haus (€/m²)Reihenmittelhaus (€/m²)
Oberkassel5.500 bis 9.600kein Richtwert7.700
Kaiserswerth4.000 bis 4.9006.500 bis 8.000kein Richtwert
Zooviertel5.30010.700kein Richtwert
Golzheim4.500 bis 6.30013.0005.500
Carlstadt7.500kein Richtwertkein Richtwert
Pempelfort5.100 bis 6.300kein Richtwertkein Richtwert
Niederkassel5.200 bis 6.2008.800 bis 13.0007.700
Düsseltal4.300 bis 5.30010.700kein Richtwert
Grafenberg4.000 bis 4.500kein Richtwertkein Richtwert
Gerresheim3.500 bis 4.5004.500 bis 4.7004.000 bis 4.600
Ludenberg3.300 bis 4.4005.000 bis 8.000kein Richtwert
Eller3.400 bis 3.9504.2003.500 bis 4.000
Unterrath3.500 bis 3.7004.600 bis 5.3003.250
Hellerhof3.300 bis 3.700kein Richtwert3.900 bis 4.100
Garath2.700 bis 2.800kein Richtwert3.200 bis 3.350
Reisholz3.400kein Richtwert3.400

Quelle: Immobilienrichtwerte BORIS.NRW, Stichtag 1. Januar 2026, Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Stand: Oktober 2026. Die Zonen haben wir anhand der amtlichen Stadtteilgrenzen den Lagen zugeordnet. Das Zooviertel ist eine Zone im Stadtteil Düsseltal, für die Carlstadt gilt die gemeinsame Zone Altstadt. Wo ein Stadtteil mehrere Zonen hat, steht die Spanne; „kein Richtwert“ heißt, dass es dort keine Zone für diese Immobilienart gibt. Grafenberg nennt der Gutachterausschuss als Beispiel der Lageklasse für freistehende Häuser; eine eigene Richtwertzone für freistehende Häuser liegt nicht im Stadtteil. Für Doppelhaushälften gilt: bis zu 8 Prozent Zuschlag auf den Wert des Reihenmittelhauses.

Für Villen gibt es keinen eigenen Richtwert. Der Gutachterausschuss nennt auf den Richtwert für freistehende Häuser einen Zuschlag von bis zu 15 Prozent. Die Richtwerte ersetzen keine Bewertung: Was eine einzelne Immobilie wert ist, hängt von Zustand, Ausstattung, Grundstück und Nachfrage ab.

06

Wie entwickeln sich die Preise für Häuser und Wohnungen?

Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften

Bei Häusern wirken sich neben der Lage insbesondere Grundstücks­größe, Wohnfläche, Bauzustand und energetische Qualität aus. Auch der finanzielle Aufwand für notwendige Modernisierungen kann die Kaufentscheidung beeinflussen.

Für 2025 meldete der Düsseldorfer Gutachterausschuss bei freistehenden Einfamilienhäusern einen Preisrückgang von 1,4 Prozent. Reihenhäuser verzeichneten dagegen einen moderaten Anstieg von 0,8 Prozent.

Diese Werte beziehen sich auf die jeweiligen ausgewerteten Marktsegmente und sind nicht als Prognose für jedes einzelne Haus zu verstehen.

Eigentums­wohnungen

Bei Eigentums­wohnungen unterscheiden sich die Marktchancen unter anderem nach Baujahr, Lage, Ausstattung, Hausgeld, Zustand des Gemeinschaftseigentums und energetischer Qualität.

Die amtliche Auswertung für 2025 zeigte ein differenziertes Bild: Bei Eigentums­wohnungen in Vorkriegsbauten gingen die Preise um 2,3 Prozent zurück. Wohnungen in Nachkriegsbauten verzeichneten einen Anstieg von 1,1 Prozent, während Neubauwohnungen preislich stabil blieben.

Für Verkäufer bedeutet dies, dass eine sorgfältige Analyse vergleichbarer Immobilien häufig aussagekräftiger ist als ein pauschaler Quadratmeterpreis.

Mehrfamilienhäuser und Anlage­immobilien

Bei vermieteten Immobilien sind zusätzlich die erzielbaren Mieteinnahmen, die laufenden Kosten, der Zustand des Gebäudes und mögliche Investitionen relevant.

Für Mehrfamilienhäuser sowie Büro- und Geschäftshäuser meldete der Gutachterausschuss 2025 einen Preisanstieg von 3,5 Prozent. Eine solche Entwicklung kann für Eigentümer und Kapitalanleger interessant sein, ersetzt aber keine Prüfung der Wirtschaftlichkeit der einzelnen Immobilie.

07

Welche Rolle spielen Zinsen, Baukosten und Energieeffizienz?

Die Immobiliennachfrage wird nicht allein durch die Attraktivität eines Standorts bestimmt. Auch die Finanzierungsmöglichkeiten und die laufenden Kosten einer Immobilie spielen eine wichtige Rolle.

Finanzierungskosten

Steigende oder hohe Finanzierungskosten können die monatliche Belastung erhöhen und den Kreis möglicher Käufer einschränken.

Baukosten

Hohe Kosten für Neubau und Modernisierung können dazu führen, dass Käufer Bestands­immobilien anders bewerten oder Investitionen sorgfältiger kalkulieren.

Energieeffizienz

Ein moderner energetischer Zustand kann die laufenden Kosten und die Planbarkeit künftiger Investitionen positiv beeinflussen. Bei älteren Gebäuden sollten mögliche Sanierungsmaßnahmen transparent dargestellt werden.

Wohnraumnachfrage

Arbeitsplätze, Infrastruktur, Bildungsangebote und die Lebensqualität einer Stadt können die Nachfrage langfristig unterstützen. Daraus folgt jedoch keine Garantie für steigende Immobilienpreise.

Eigentümer profitieren daher von einer realistischen Bewertung, die sowohl die Stärken der Immobilie als auch mögliche Investitionsbedarfe berücksichtigt.

08

Immobilie in Düsseldorf verkaufen: Worauf sollten Eigentümer achten?

Ein Immobilien­verkauf ist häufig mit wichtigen persönlichen und finanziellen Entscheidungen verbunden. Eine gute Vorbereitung kann helfen, unnötige Verzögerungen und unrealistische Erwartungen zu vermeiden.

Schritt 1: Den Marktwert realistisch einschätzen

Der Angebotspreis sollte zur Lage, zum Zustand, zur Ausstattung und zur aktuellen Marktsituation passen. Ein zu hoher Einstiegspreis kann die Vermarktung erschweren. Ein zu niedriger Preis kann dagegen dazu führen, dass wirtschaftliches Potenzial ungenutzt bleibt.

Schritt 2: Unterlagen zusammenstellen

Zu den häufig benötigten Dokumenten gehören Grundbuchauszug, Grundrisse, Wohnflächenberechnung, Bauunterlagen und Energie­ausweis. Bei Eigentums­wohnungen können zusätzlich Teilungserklärung, Protokolle der Eigentümer­versammlungen, Wirtschaftsplan und Angaben zu Rücklagen wichtig sein.

Welche Unterlagen im konkreten Fall benötigt werden, hängt von der Immobilie und der Verkaufssituation ab.

Schritt 3: Die Immobilie angemessen präsentieren

Aussagekräftige Fotos, eine nachvollziehbare Beschreibung der Immobilie und vollständige Informationen helfen Interessenten, die Immobilie einzuschätzen. Vorhandene Modernisierungen und besondere Ausstattungsmerkmale sollten ebenso transparent dargestellt werden wie bekannte Mängel oder ein bestehender Sanierungsbedarf.

Schritt 4: Die passende Käufergruppe ansprechen

Ein Einfamilien­haus spricht häufig andere Interessenten an als eine vermietete Eigentumswohnung. Die Auswahl der Vermarktungskanäle und die Aufbereitung der Informationen sollten deshalb zur jeweiligen Immobilie passen.

Schritt 5: Interessenten sorgfältig prüfen

Neben dem Kaufpreis sind Finanzierungs­fähigkeit, Zeitplan und vertragliche Rahmenbedingungen relevant. Eine strukturierte Kommunikation erleichtert es, Angebote sachlich miteinander zu vergleichen.

09

Immobilien­bewertung Düsseldorf: Was ist meine Immobilie wert?

Wer ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück in Düsseldorf verkaufen möchte, sollte zunächst den aktuellen Marktwert möglichst fundiert einschätzen lassen.

Eine professionelle Immobilien­bewertung berücksichtigt mehrere Faktoren. Dazu zählen die Lage, die Grundstücks- und Wohnfläche, der bauliche Zustand, die Ausstattung und vergleichbare Marktdaten. Je nach Immobilienart und Bewertungsanlass kommen unterschiedliche Wert­ermittlungsverfahren infrage.

Eine erste Online-Einschätzung kann eine Orientierung bieten. Sie ersetzt jedoch nicht immer die individuelle Prüfung der Immobilie und ihrer Besonderheiten.

Ergänzend veröffentlicht der unabhängige Gutachterausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf Grundstücksmarktberichte und Immobilienrichtwerte. Diese Informationen unterstützen die Marktanalyse, müssen aber auf die konkrete Immobilie übertragen werden.

Für Eigentümer ist vor allem entscheidend, eine nachvollziehbare Grundlage für die nächsten Schritte zu erhalten, unabhängig davon, ob ein Verkauf unmittelbar bevorsteht oder zunächst nur geplant wird.

10

Immobilien­markt Düsseldorf: Welche Perspektiven gibt es?

Die Perspektiven des Düsseldorfer Immobilien­marktes hängen von verschiedenen wirtschaftlichen und lokalen Faktoren ab. Dazu gehören die weitere Entwicklung der Finanzierungskosten, das Verhältnis von Angebot und Nachfrage, die Bau- und Modernisierungskosten sowie die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Die gestiegene Zahl der Kaufverträge und der höhere Gesamtumsatz im Jahr 2025 zeigen, dass der Markt wieder aktiver war. Die unterschiedlichen Preisentwicklungen der einzelnen Segmente verdeutlichen zugleich, dass eine pauschale Prognose nicht sinnvoll wäre.

Für Eigentümer ergeben sich daraus drei wichtige Ansatzpunkte:

  • Die eigene Immobilie und ihre Zielgruppe genau kennen.
  • Den Angebotspreis anhand nachvollziehbarer Marktdaten festlegen.
  • Verkaufsentscheidungen auf Basis der persönlichen Situation und einer realistischen Wert­ermittlung treffen.

Ob ein Verkauf aktuell sinnvoll ist, hängt nicht allein von der allgemeinen Marktentwicklung ab. Auch persönliche Lebensplanung, Vermögensziele und der Zustand der Immobilie sollten berücksichtigt werden.

11

Fazit: Den Düsseldorfer Immobilien­markt richtig einschätzen

Der Immobilien­markt in Düsseldorf bietet unterschiedliche Chancen für Eigentümer und Kaufinteressenten. Die Marktdaten für 2025 zeigen eine deutliche Belebung der Transaktionen, zugleich aber unterschiedliche Preisbewegungen bei Häusern, Eigentums­wohnungen und Anlage­immobilien.

Wer eine Immobilie verkaufen möchte, sollte deshalb nicht nur auf allgemeine Schlagzeilen oder pauschale Durchschnittspreise achten. Entscheidend sind eine fundierte Bewertung, eine realistische Preisstrategie und eine Vermarktung, die zur Immobilie passt.

Die Abels Immobilien GmbH kann Eigentümer dabei unterstützen, ihre individuelle Situation zu betrachten und die nächsten Schritte rund um die Immobilie sorgfältig vorzubereiten.

12

Quellen und fachliche Grundlagen

Die Angaben in diesem Ratgeber stützen sich auf diese Quellen. Stand: Oktober 2026.

Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Düsseldorf: Grundstücksmarktbericht 2026. Amtliche Daten zu Transaktionen, Preisentwicklungen und Wert­ermittlung für das Berichtsjahr 2025.

BORIS.NRW. Bodenrichtwerte und Immobilienrichtwerte (Stichtag 1. Januar 2026).

Gutachterausschuss Düsseldorf: Halbjahresbericht 2026. Kauffälle und Preistendenzen vom 1. Januar bis 30. Juni 2026.

Gutachterausschuss Düsseldorf: Newsletter 04/2026. Tertialbericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. August 2026.

13

Häufige Fragen zum Immobilien­markt Düsseldorf

Wie entwickelt sich der Immobilien­markt in Düsseldorf 2026?

Die offiziellen Jahresdaten für 2025 zeigen eine Belebung des Marktes mit rund 15 Prozent mehr Kaufverträgen und einem um rund 15 Prozent gestiegenen Gesamtumsatz. Die Preisentwicklung unterschied sich je nach Immobilienart. Für Aussagen zum weiteren Verlauf 2026 sollten aktuelle Marktberichte herangezogen werden. Für 2026 melden der Halbjahresbericht und der Tertialbericht des Gutachterausschusses weiter steigende Zahlen: Im ersten Halbjahr stiegen die Kauffälle um rund 7 Prozent, von Januar bis August lag die Zahl der Transaktionen 6 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. In einzelnen Teilmärkten hat sich die Preisrichtung gegenüber 2025 umgekehrt.

Wie hoch sind die Immobilienpreise in Düsseldorf?

Einen einheitlichen Immobilienpreis für Düsseldorf gibt es nicht. Lage, Baujahr, Zustand, Ausstattung, Energieeffizienz und Immobilientyp beeinflussen den Wert. Für eine belastbare Einschätzung sollten vergleichbare Verkäufe und lokale Marktdaten berücksichtigt werden.

Welche Stadtteile in Düsseldorf sind besonders gefragt?

Je nach Zielgruppe können unter anderem Oberkassel, Niederkassel, Benrath, Gerresheim, Pempelfort, Derendorf, Kaiserswerth und Wittlaer interessant sein. Die konkrete Nachfrage hängt von der Immobilie, der Mikrolage und dem jeweiligen Preisniveau ab.

Lohnt es sich, 2026 eine Immobilie in Düsseldorf zu verkaufen?

Ob ein Verkauf sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Situation, dem Zustand der Immobilie, dem realistischen Marktwert und der Nachfrage nach vergleichbaren Immobilien ab. Eine individuelle Bewertung kann eine wichtige Entscheidungsgrundlage schaffen.

Wie kann ich den Wert meiner Immobilie in Düsseldorf ermitteln?

Eine präzise Immobilien­bewertung berücksichtigt Lage, Grundstück, Wohnfläche, Zustand, Ausstattung und geeignete Vergleichsdaten. Die Immobilienrichtwerte und Grundstücksmarktberichte des örtlichen Gutachterausschusses bieten zusätzliche Orientierung.

Was beeinflusst den Verkaufspreis meiner Immobilie?

Zu den wichtigsten Faktoren zählen Lage, Zustand, Energieeffizienz, Ausstattung, Grundstücks­größe, rechtliche Rahmenbedingungen und die aktuelle Nachfrage. Auch notwendige Sanierungen und die Qualität der Vermarktung können eine Rolle spielen.

Hinweis zur Immobilien­bewertung: Die Angaben zur Entwicklung des Immobilien­marktes dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Immobilien­bewertung. Der tatsächliche Marktwert einer Immobilie hängt unter anderem von der Lage, dem Zustand, der Ausstattung, der Grundstücks­größe, der energetischen Beschaffenheit und der aktuellen Nachfrage ab. Für eine fundierte Einschätzung empfiehlt sich daher die individuelle Betrachtung der jeweiligen Immobilie.

Abels Immobilien GmbH

Was ist Ihre Immobilie in Düsseldorf heute wert?

Eine fundierte Wert­ermittlung schafft Klarheit über Ihre Möglichkeiten. Lassen Sie uns gemeinsam betrachten, welche Faktoren den Wert Ihrer Immobilie beeinflussen und welche nächsten Schritte für Sie sinnvoll sein können.