„Lage, Lage, Lage“ ist eine der bekanntesten Regeln im Immobiliengeschäft. Für Kapitalanleger ist sie besonders relevant, denn die Lage beeinflusst sowohl die Vermietbarkeit als auch die langfristige Nachfrage.
Gute Lage bedeutet nicht immer Innenstadt
Eine Kapitalanlage muss nicht zwingend mitten im Zentrum liegen.
Entscheidend ist vielmehr, ob die Lage dauerhaft nachgefragt wird.
Dazu können beispielsweise folgende Faktoren beitragen:
- gute Verkehrsanbindung
- Nähe zu Arbeitsplätzen
- Schulen und Hochschulen
- Einkaufsmöglichkeiten
- medizinische Versorgung
- Freizeitangebote
- attraktive Wohnqualität
Auch aufstrebende Stadtteile können interessant sein.
Mikro- und Makrolage unterscheiden
Die Makrolage beschreibt die größere Region oder Stadt.
Die Mikrolage betrachtet das unmittelbare Umfeld der Immobilie.
Zwei Immobilien können sich in derselben Stadt befinden und dennoch völlig unterschiedliche Standortqualitäten besitzen.
Deshalb sollten Anleger beispielsweise prüfen:
- Wie ist die konkrete Straße?
- Wie ist die Nachbarschaft?
- Wie ist die Verkehrssituation?
- Gibt es Lärmquellen?
- Wie ist die Anbindung?
- Welche Infrastruktur ist fußläufig erreichbar?
Zukunftsperspektive
Eine Lage sollte nicht ausschließlich anhand des heutigen Zustands beurteilt werden.
Interessant können geplante Infrastrukturmaßnahmen, neue Arbeitsplätze, städtebauliche Entwicklungen oder Veränderungen der Bevölkerungsstruktur sein.
Dabei gilt jedoch: Zukunftsprognosen sind immer mit Unsicherheit verbunden.
Kaufpreis und Lage müssen zusammenpassen
Eine sehr gute Lage kann einen hohen Kaufpreis rechtfertigen. Das bedeutet aber nicht, dass jede Immobilie in einer guten Lage automatisch ein gutes Investment ist.
Ein Kapitalanleger sollte immer fragen:
Passt der Kaufpreis zur nachhaltigen Ertragskraft und zur Qualität des Standorts?
Fazit
Die richtige Lage für eine Kapitalanlage ist nicht einfach die teuerste oder bekannteste Lage.
Entscheidend ist die Kombination aus Nachfrage, Infrastruktur, Wohnqualität, langfristiger Perspektive und einem wirtschaftlich nachvollziehbaren Kaufpreis.