Eine Eigentumswohnung kann einen vergleichsweise unkomplizierten Einstieg in den Immobilienmarkt ermöglichen. Dennoch sollten Anleger vor dem Kauf nicht nur die Wohnung selbst, sondern die gesamte Eigentümergemeinschaft und das Gebäude analysieren.
Die Lage
Die Lage gehört zu den wichtigsten Faktoren einer Immobilieninvestition.
Relevant sind beispielsweise:
- Verkehrsanbindung
- Einkaufsmöglichkeiten
- Schulen und Bildungseinrichtungen
- Arbeitsplätze
- medizinische Versorgung
- Freizeitangebote
- Entwicklung des Stadtteils
Dabei ist nicht nur die Stadt interessant. Auch die konkrete Mikrolage kann entscheidend sein.
Die Wohnung selbst
Anleger sollten unter anderem auf folgende Punkte achten:
- Wohnfläche
- Grundriss
- Zimmeranzahl
- Zustand
- energetischer Zustand
- Etage
- Balkon oder Terrasse
- Stellplatz
- Vermietbarkeit
Eine Wohnung kann auf dem Papier attraktiv aussehen, aber bei genauer Betrachtung einen hohen Investitionsbedarf haben.
Hausgeld und Rücklagen
Bei einer Eigentumswohnung spielt die Wohnungseigentümergemeinschaft eine zentrale Rolle.
Interessant sind unter anderem:
- Höhe des Hausgeldes
- Instandhaltungsrücklage
- geplante Sanierungen
- Protokolle der Eigentümerversammlungen
- Wirtschaftsplan
- Jahresabrechnungen
Gerade geplante größere Maßnahmen können die Wirtschaftlichkeit eines Investments erheblich beeinflussen.
Mietpotenzial
Die aktuelle Miete sollte mit dem lokalen Markt verglichen werden.
Dabei gilt: Eine möglichst hohe Miete ist nicht automatisch das wichtigste Ziel.
Eine nachhaltig vermietbare Wohnung mit passender Zielgruppe kann langfristig interessanter sein als eine Wohnung, deren Kalkulation nur bei einer sehr ambitionierten Miete funktioniert.
Fazit
Eine Eigentumswohnung als Kapitalanlage sollte immer auf drei Ebenen geprüft werden:
Wohnung, Gebäude, Standort.
Erst wenn alle drei Ebenen zusammenpassen, entsteht eine solide Grundlage für eine Investmententscheidung.